Ihr Agent.
Unsere Governance.
Ein fremder Agent ist kein API-Client. Er unterliegt denselben HITL-Gates, Scopes und Audit-Trails wie interne Agenten. Wir zeigen drei unterschiedliche Wege, wie er mit IIO kommuniziert — und wo die Grenzen liegen.
Nicht verwechseln:
MCP ≠ A2A ≠ Docking
Der häufigste Fehler: "Wir haben eine API" — aber API mit wem? Mit welcher Governance? Hier sind drei klare Antworten.
1. MCP – Model Context Protocol
Dein Agent RUFT IIO-Fähigkeiten AUF.
- Transport: stdio oder HTTP
- Protokoll: JSON-RPC 2.0 (Model Context Protocol 2024-11-05)
- Ihr Agent: Lädt MCP-Client-SDK (Python, Node.js, Go)
- IIO-Server: Läuft lokal oder Remote, exponiert Governance-Tools
- Authentifizierung: API-Token oder Local-Socket (stdio)
- Governance: Rollen-gescoped (viewer, contributor, operator, etc.)
(gebündelte Fähigkeiten)
(Einzeloperationen)
Jedes Tool hat einen intent + optionale params.
Rollen bestimmen Sichtbarkeit (ein viewer sieht keine Deploy-Tools).
MCP-Client (Dein Agent)
→ call iio.governance.policy_check
params: { action: "production-deploy", tenant: "bilz" }
← Response: { status: "AUTO" | "HITL" | "BLOCK", reason: "..." }
Wenn HITL → Agent wartet, bis Operator das Gate öffnet
Wenn BLOCK → Agent stoppt Typischer Use-Case: Dein lokaler Coding-Agent (Claude Desktop, Cursor, VSCode Copilot) lädt das MCP-Plugin und fragt vor jeder Git-Push: "Passt das in die Policy?"
Keine Geheimnisse: Der MCP-Server ist lokal oder bei dir im Netzwerk. IIO sieht nicht, was dein Agent denkt — nur was er ausführen WILL.
2. A2A – Agent-to-Agent (JSON-RPC 2.0 / HTTP)
Fremde Agenten sprechen mit IIO als PEER. Governance wird exponiert.
- Transport: HTTP (REST-ähnlich, aber JSON-RPC 2.0)
- Endpoint:
https://api.iio.space/a2a - Dein Agent: Macht POST-Requests mit JSON-RPC Befehlen
- Authentifizierung: API-Token (Bearer-Token im Header)
- Governance: Identitätsprüfung → Role → Scope
- Audit: Jeder Call wird geloggt + mit Audit-Trail + Pheromones
- Policy Checks: "Darf mein Agent das tun?"
- HITL Gates: "Braucht es Mensch-Freigabe?"
- Layer Graph: "Welche Services sind abhängig?"
- Compliance: "ISO 42001 Status? EU AI Act konform?"
- Audit Trail: "Wer tat was wann und warum?"
- Scope Lock: "Kann ein Agent das Dateisystem eines anderen anfassen?"
POST https://api.iio.space/a2a
Authorization: Bearer <token>
Content-Type: application/json
{
"jsonrpc": "2.0",
"id": "task-12345",
"method": "governance.check_action",
"params": {
"action_type": "code_deploy",
"scope": "tenants/netplans",
"reason": "Feature X deployment"
}
}
Response:
{
"jsonrpc": "2.0",
"id": "task-12345",
"result": {
"decision": "HITL",
"gate_id": "gate.netplans-code-deploy-20260804",
"expires_in_seconds": 3600
}
} Wer diese Schicht nutzt: Externe KI-Services, Partner-Systeme, GitHub Actions, andere DevOps-Plattformen — jeder Agent, der Remote mit IIO kommunizieren soll.
Der Unterschied zu MCP: A2A ist Netzwerk-basiert und exponiert governance capabilities (Gates, Policies, Audit). MCP ist lokal und exponiert execution tools (code_review, deploy, query). A2A sagt "darf ich?" — MCP sagt "ich mache".
3. Agent Docking – Der Agent arbeitet INNERHALB von IIO
Ein Agent dockt an, beansprucht Scope, arbeitet, dokumentiert, undockt.
- discover: Agent meldet sich selbst an (Name, Rolle, erforderliche Fähigkeiten)
- dock: Agent erhält
session_id(mit Trust Level L0-L4) - work_cycle: Agent beansprucht ein Queue-Item (Scope-Check: kann er das anfassen?)
- release + undock: Agent schließt ab, dokumentiert, trennt sich (mit Evidence-Link)
- L0 (Untrusted): Read-Only, kein Write, strict monitoring
- L1 (Provisional): Write in eigenem Scope, jede Action geloggt
- L2 (Standard): Normales Docking, Scope-Conflicts erkannt
- L3 (Trusted): Kann andere Scopes anfragen, Escalation erlaubt
- L4 (Autonomous): Volle Autonomie, aber Cost-Guard aktiv
Scope-Konflikt? Wenn zwei Agents dieselbe Datei anfassen wollen → IIO erkennt das, blockiert, Agent muss warten.
1. DISCOVER
Agent → IIO: "Hallo, ich bin opencode-coder, brauche Coding-Rolle"
IIO → Agent: "Hallo, dein queue-status ist 2 items open"
2. DOCK
Agent → IIO: dock(agent_id="opencode", role="coding")
IIO → Agent: { session_id: "sess-xyz", trust_level: "L2" }
3. WORK_CYCLE
Agent → IIO: work_cycle(session_id="sess-xyz")
IIO → Agent: { queue_item: "IIOSPACE-17", scope: "iio/public/iio-space-astro" }
Agent prüft: "Kann ich auf iio/public/iio-space-astro schreiben?"
IIO → Agent: scope_check(session_id, scope) → true (keine Konflikte)
4. WORK (Agent macht seinen Job)
- Liest Dateien
- Schreibt Code
- Committed zu Git (mit Referenz zu session_id)
- Jeder Schritt wird verlinkt mit Evidence
5. RELEASE & UNDOCK
Agent → IIO: release(item_id, session_id, status="completed")
IIO → Agent: { audit_link: "evidence/..." }
Agent → IIO: undock(session_id)
Session geschlossen, Worktree aufgeräumt Typischer Use-Case: Coding-Agenten, die 30 Minuten an einem Feature arbeiten und sicherstellen müssen, dass sie nicht in denselben Code editieren wie ein anderer Agent.
Was ist "Evidence"? Eine maschinenlesbare Datei pro Agent-Sitzung, die dokumentiert: "Agent X hat Item Y mit Trust Level Z gemacht. Alle Commits, alle Fehler, alle HITL-Genehmigungen sind hier verlinkt."
Rollen-Modell – Was jede Rolle darf
Nur Lesen. Keine Writes, keine Secrets.
- Query Audit-Trail
- Layer Graph Abfragen
- Status-Dashboard sehen
Schreiben im eigenen Scope. HITL für Production.
- Code editieren
- Commits machen
- Tests triggern
- Production-Deploy braucht HITL
Code-Reviews. Feedback geben. Merges blockieren.
- PRs reviewen
- Merges genehmigen/ablehnen
- Policy Violations blockieren
HITL-Gates genehmigen. Fleet-Operationen.
- HITL-Gates öffnen/sperren
- Deploys freigeben
- Service-Recovery (Restart, etc.)
Operator + Vertrauen ändern, Agents anmelden.
- Alle Operator-Rechte
- Trust Level setzen
- Neue Agenten registrieren
Externe Systeme über A2A (JSON-RPC). Policy-Checks nur.
- A2A-Endpoints aufrufen
- Governance Checks
- Audit-Trail abfragen
Agenten, die 24/7 laufen. Cost-Guard steuert Spending.
- Queue-Items auto-claim
- Arbeitet ohne Mensch
- Cost-Limit limitiert Token/GPU
Kooperation zwischen Organisationen
Solution Provider Contract: 85% Provider / 15% IIO Platform
Organisation A (z.B. deine Agentur) bietet eine Lösung an. Organisation B (Tenant) aktiviert diese Lösung. IIO verwaltet:
- Revenue-Split (85/15 konfigurierbar)
- HITL-gatekeeper Activation (Operator muss freigeben)
- Service-Isolation (A's Code kann B's Daten nicht sehen)
- Billing-Tracking (pro Activation, pro Monat)
Mehrere IIO-Instanzen (z.B. onPremise beim Kunden + Cloud-Zentral) funktionieren als Peer-Netzwerk:
- Daten-Residency garantiert (Deine Daten bleiben bei dir)
- Sync ohne zentrale Kontrolle
- Jeder Node hat volle Autonomie
- Governance-Policies synchronisieren sich
Warum das sinnvoll: Du kannst A-Lösung + B-Lösung kombinieren, jede hat einen Provider, jeder bekommt seinen Teil. IIO kümmert sich um die Buchhaltung und stellt sicher, dass niemand klaut.
Grenzen – Was über diese Protokolle NICHT geht
- ⊗ Vom Remote-Host aus zugreifen (nur lokal/LAN)
- ⊗ Secrets im Response returnen (nur "Zugriff gewährt")
- ⊗ HITL-Gates automatisch genehmigen
- ⊗ Andere Agents sehen oder beeinflussen
- ⊗ Direkt Code ausführen (nur Checks)
- ⊗ Secrets im Cleartext senden
- ⊗ Die Identität des anfragenden Agents verschleiern
- ⊗ Rollen neu zuweisen
- ⊗ Einen anderen Agent aufspüren/kontrollieren
- ⊗ Trust Level selbst erhöhen
- ⊗ Scope-Konflikte selbst auflösen (nur blockieren)
- ⊗ Andere Sessions beenden
- ⊗ Keine Kooperation mit nicht-identifizierten Agents (Anonymous)
- ⊗ Keine Credentials hardcoden (Token-Delivery über separate Kanäle)
- ⊗ Keine "offenen" Hooks (jede Integration ist registered)
Für physische Roboter & Maschinen
Roboter, CNC-Maschinen, 3D-Drucker und andere Geräte haben einen dedizierten Bereich:
→ /maschine ROS2, G-Code Safety, Motor-Kontrolle, Hardware Abstraction Layer
Physische Geräte benötigen noch strengere Governance: Keine Bewegung ohne HITL-Gate. Jeder Motor-Befehl ist loggbar. Emergency-Stop ist immer aktiv.
Zusammenfassung: Die richtige Integration wählen
Schnell, sicher, keine Netzwerk-Latenz
JSON-RPC über HTTP, Governor prüft alles
Scope, Sessions, Conflict-Detection
Safety-Gates, ROS2, Emergency-Stop
Zentrale Regel: Governance bleibt konsistent. Ob MCP, A2A oder Docking — jeder Agent sieht HITL-Gates, Audit-Trail und Scope-Grenzen. Ein fremder Agent ist ein First-Class Citizen mit denselben Regeln wie interne Agenten.